Die Zellen der Nonnen von Admont
versperrt mit drei Schlössern.
Macht über Raum und Zeit
verteilt auf drei Schlüsseln.
Bewachte Zeit, bewachte Schritte, bewachte Gedanken.
An welcher Türe sind meine Schlösser?
Wer hat die Schlüssel?
Wer bewacht meine Zeit, meine Räume?
Verschließt meine Träume?
Der Habit, nicht aus Stoff,
aus Tradition und Konventionen,
unsichtbar, dennoch wirksam,
hemmt den Schritt, kratzt auf der Haut,
liegt schwer auf den Schultern,
Du beugst dich, verschwindest.
Die offene Tür,
Freiheit von,
Freiheit für?
Sind die Schlüssel noch da?
Ihr Geräusch noch in den Ohren?
Die Schlüssel liegen vor deinen Augen.
Sie sehen,
vergessen,
als wären sie nie gewesen.
Die Erinnerung überschreiben,
wegschreiben.
Die verblichene Stelle unter den Schlössern,
diese stumme Wunde,
übermalen.
25.06.2025
Hinterlasse einen Kommentar