Admont 1

Mei, wie schön ist es hier,
möcht‘ ihnen die Landschaft
wegnehmen,
den Himmel von den Ohren ziehen.
Der Benziner steht vorm Haus,
die Plag‘ um die Raten sind
vergraben,
neben dem Rosenstrauch der Oma.
Der duftet so gut.
Im Herrgottswinkel sammelt sich die Enge.
Die Gebetslitanei zwingt die Stimmen
zum Gleichklang.
Leise Stimmen werden weggebetet.
Beim Stammtisch,
über‘n Gartenzaun,
nach der Messe wird so manche Phrase
verdroschen.
Jetzt sitzen die anderen,
die Stadtmenschen
in ihren Häusern,
wollen amüsiert werden,
bestaunen die Berge.
Treten sie mit ihren Füßen.
Beschäftigte im Tourismusbereich sind sie geworden,
zählen das Geld,
winken nicht zum Abschied.
Ich möcht‘ ihnen die Gegend wegnehmen.
22.02.2025